Training Camp und Triathlon Portocolom

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Training Camp und Triathlon Portocolom

ERFAHRUNGEN DES TRIATHLETEN JOSE ALMAGRO IM VIVA BLUE UND BEIM TRIATHLON VON PORTOCOLOM

 

Letzte Woche waren Arrate und ich einige Tage im HOTEL VIVA BLUE. Von diesem Hotel am Strand Playa de Muro auf Mallorca habe ich schon ein paar Mal gesprochen, denn es hat ideale Anlagen und eine perfekte Umgebung für Sportler und konkret für Triathlon-Sportler. Dazu gehören u. a. komfortable Einrichtungen und Menüs, damit man sich dort wirklich nur um sein Training und seine Erholung kümmern muss. Von hier aus möchte ich dem ganzen Hotelpersonal für den hervorragenden Service danken, den sie uns geboten haben. Wir haben uns nicht nur wie zuhause gefühlt, sondern noch viel besser.

Triathlon hotel playa de Muro

Triathlon hotel Mallorca

Einer der Freizeitpools

Triathlon hotel Alcudia

Triathlon Hotel Mallorca

Kurz vor dem Laufen

Triathlon hotel Mallorca

Triathlon Hotel Playa de Muro

Auch wenn ich auf dem Foto den Neoprenanzug trage, ist der 25 m Pool mit einer Wassertemperatur von 28º perfekt zum Training ohne Neopren.

Triathlon hotel Mallorca

Triathlon hotel Alcudia

Die Straßen auf der Insel sind ein Genuss

Zu unserem Aufenthalt auf Mallorca muss ich sagen, dass es sehr gute Tage waren, bei denen wir sehr wichtige und sehr ordentliche Trainingssitzungen abhalten konnten, die mir geholfen haben, mich der Saison mit halben und langen Distanzen, die demnächst beginnt, voller Zuversicht zu stellen.

Es war zwar nicht geplant, aber mein Freund Carlos López sagte mir, dass am Sonntag den 12. der Internationale Triathlon von Portocolom stattfinden würde, ein Triathlon, von dem ich viel Gutes gehört, aber an dem ich noch nie teilgenommen hatte. Man konnte zwei Distanzen wählen: Die 55.5 mit 500 m Schwimmen, 50 km Radfahren ohne Drafting und 5 km Laufen, oder die 111, mit genau den doppelten Strecken. Da ich am 18. den Triathlon in Arenales de Elche hatte, beschloss ich, mich für die kürzere Distanz anzumelden, sozusagen als letztes Qualitätstraining auf der Insel und Test für den Triathlon Half von Elche.

Am Samstagnachmittag fuhren wir nach Portocolom, um die Teilnehmernummer abzuholen und weil man das Fahrrad schon in den Boxen lassen musste, und am Sonntag kamen wir 1 Std. 15 Minuten vor Beginn meines Rennens dort an. Ich wärmte ein bisschen zu Fuß auf. Arrate leistete mir Gesellschaft, während ich mir den Neoprenanzug anzog und dann gingen wir zum Aufruf-Bereich. In diesem Aufruf-Bereich wurde ich etwas nervös, denn es war der erste Triathlon des Jahres und ich befürchtete, dass es bei einer so kurzen Schwimmstrecke (500 m) mit mehr als 300 Teilnehmern viele Rempeleien geben würde. Aber ich schwamm ziemlich unbehelligt und kam ungefähr als 30. aus dem Wasser, aber 1´ hinter dem Ersten des Rennens.

Für mich barg dieser Wettkampf eine zusätzliche Schwierigkeit, nämlich die, dass ich keinen meiner Rivalen kannte, da die meisten Ausländer waren, die aussahen, als wären sie gut in Form, aber auf das Aussehen kann man sich nicht immer verlassen, und ich wusste nicht, ob Leute dabei waren, die auf dem Fahrrad oder beim Laufen sehr stark sind, d. h., das Beste, was ich tun konnte, war einfach nur, mich auf mein eigenes Rennen zu konzentrieren.

Die Radstrecke von 50 km bestand aus 15 km mit Abfahrten, von denen einige ziemlich heftig waren und man den Gang herausnehmen musste, weitere 15 m sehr eben mit gutem Asphalt, der Aufstieg nach Sant Salvador war eine 5 km lange Passfahrt mit ca. 6 % Steigung, oben musste man umdrehen und denselben Weg wieder hinunterfahren, und dann kamen etwa 10 km fast eben bis zum T2.

Nach einem nicht sehr guten Übergang nahm ich das Fahrrad und bald überholte einige Leute, aber klar, wir waren auf der Strecke auch mit denen von der 111 Distanz zusammen, die wesentlich früher gestartet waren, d. h., es war ziemlich schwer, zu wissen, in welcher Position ich mich befand. Etwa am Kilometerpunkt 8 überholte ich einen Teilnehmer aus meiner Kategorie und fragte ihn, wie viele Leute vor uns waren, und er sagte „5 oder 6“. Ich fuhr weiter und holte den nächsten ein, auch einen Spanier, und er meinte ebenfalls „5 oder 6“, dann überholte ich einen, ich glaube es war ein Tscheche, den ich auf Englisch fragte, wie viele noch vor uns waren, worauf er auch sagte, „five or six“. Wie? Ich kapierte überhaupt nichts mehr, aber ich beschloss, mich nicht verrückt machen zu lassen und weiter Druck zu machen. Am Kilometerpunkt 15 holte ich den Polen Kacper Adam ein, der recht gut aussah, und neben ihm fuhr ein Motorrad der Organisation und ein Schiedsrichter, und da dachte ich, das muss der Erste sein. Er selbst bestätigte mir das dann auch.

Ich wusste nicht, dass Linden bis vor zwei Jahren Profiradsportler war und dass er jetzt ein erfolgreicher Triathlet ist, und er wusste ebenfalls nicht, dass ich eine Radsportvergangenheit habe, d. h., die Situation auf den letzten 20 km war ein bisschen eigenartig. Bei der Fahrt hinauf zum Pass beschloss ich, gleich von unten voll Power zu machen. Kacper fiel zurück und Linden hielt auf etwa 20 oder 30 m Abstand mit. Ich dachte, „er wird schon nachgeben“, aber bei jeder Kurve schaute ich nach hinten und da war er. Wie er dabei in die Pedale trat, sah er obendrein so aus, als hätte er noch gute Reserven, und ich konnte ihn während des ganzen Aufstiegs nicht abschütteln.

Nun, wir kamen zusammen am T2 an und ich musste auf den letzten 5 km alles auf eine Karte setzen, etwas, was mir normalerweise nicht sehr liegt. Wir verließen die Boxen sehr kräftig, so kräftig, dass Arrate mir später gestand, sie sei sicher gewesen, dass Linden gewinnen würde. Aber ich konnte den ersten Kilometer hinter ihm gut mithalten und beschloss, den Rhythmus zu ändern. Linden blieb 500 m lang dicht dran, aber endlich gab er ein bisschen nach. Es waren noch 3,5 km bis zum Ziel und jedes Mal, wenn ich nach hinten sah, war er da, mit 20 m Abstand, ich konnte keinen Augenblick nachlassen. Am Wendepunkt des km 2,5 war er mir sogar so nahe, dass ich überlegte, ob ich mich einholen lassen soll, aber ich schaffte es, durchzuhalten und diesen Vorsprung von nur 10´´ bis zum Ziel bewahren.

Triathlon hotel Alcudia

Triathlon Hotel Spain

An dieses Rennen werde ich mich immer gerne erinnern, nicht nur weil ich gewonnen habe, sondern vor allem, weil ich etwas geschafft habe, was mir oft schwergefallen ist, nämlich die letzten Meter durchzustehen und nicht aufzugeben. Ich glaube, dass an diesem Sonntag meine treue Boxerhündin Jara, die noch am selben Tag mit 14 Jahren starb, in Gedanken mit letzter Kraft an ihrer Leine zog, damit ich nicht nachließ.

Von hier aus möchte ich mich abschließend nochmals bei Viva Blue für die gute Betreuung während der ganzen Zeit unseres Aufenthalts bedanken, ebenso wie auch bei Jaume Vicens und dem ganzen Triathlon-Organisationsteam von Portocolom dafür, dass sie mir die Gelegenheit gegeben haben, dieses Rennen kennenzulernen, das so schön und so gut organisiert ist.

 

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